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Homepage   /  Magnetbandtechn.  /  Historie 5 Data Technik  /  Bell & Howell
Zum Verständnis der Daten Aufzeichnung:

Die Speicherung von Daten auf Magnetband war für die "moderne" Datensicherung unerlässlich geworden. Anders konnte man die Datenflut und Menge nicht mehr effizient und sicher speichern. Hier ein Einblick, welche DATA Recorder es gab und mit welcher Technik gearbeitet wurde.



Erst noch ein Vorwort zur langen oder kurzen Entwicklung in der heutigen realen Welt.



Wenn wir vor 20 Jahren solch einen Data-Recorder von der Bundeswehr "gemopst" hätten und wir hätten den dann völlig zerlegt und bis aufs Kleinste beschrieben, wären wir mit Sicherheit für 10 Jahre im Militärgefängnis gelandet. Das wäre Wehrkraftzerset- zung im extremsten Fall gewesen.

 

Und wenn so etwas im Ostblock passiert wäre, wäre "der Mensch" wahrscheinlich standrechtlich erschossen worden. In der DDR war es sogar bei Todesstrafe verboten, den geklauten Nachbau des Ampex Video- recorders 1966 auch nur zu fotografieren (sagt die Legende).

 

So "schnell" ändern sich die Zeiten. Das Bell & Howell Magnetbandgerät, das wir hier zerlegt haben, ist aus dem Jahr 1977. Es wurden damals 14 Spuren auf ein 1" Magnetband (also insgesamt etwa 150 Megabyte! = einhundert und fünfzig) aufgezeichnet und es gehörte sicherlich zur höchsten Geheimhaltungsstufe der westlichen "Landes-Verteidigung".

 

Und plötzlich gab es keinen Feind mehr. Heute lächelt man über diese großen völlig irren riesigen schweren Alu Kästen und packt das Alles und noch viel viel Mehr auf einen 16GB USB-Stick und steckt den einfach in die (feindliche?) Hosentasche.

 

Und wenn Sie hier auf dem Bild die Sonnenstrahlen sehen, das Ding ist auch bei Regen und Eis und Schnee geflogen, es ist an allen Seiten geheizt, Sie hören richtig, es sind ringsherum Heizmatten wie in Omas Bett angebracht.


Ein Mars Flugkörper Data Recorder aus 1977


Was immer damit aufgezeichnet wurde, ob in der Rakete (nur 23cm Durchmesser) oder eher im Rakentenwerfer, es ist ein gigantisches Präzisionsteil, das wir da ergattert haben. Und bei 24 Tonnen Gesamtgewicht (des MARS Ketten- fahrzeuges) waren diese 20 oder mehr Kilo sicher zu verschmerzen. (MARS steht für "Mittleres Artillerie Raketen System")

 

Das massive ALU Gehäuse ist gegossen und dann aus dem Vollen heraus gefräst. Alle Deckel und Verschlüsse sind mit feinsten und saubersten Silikon Dichtlippen versehen, wie wir es bisher nur in der Hellerschen Vakumtechnik gesehen haben.

 

Doch mehr dazu auf den Mars 1400 LT Seiten. Staunen Sie mit, was die Amerikaner 1973 bis 1977 bei Bell & Howell da entwickelt hatten.

 

Nachtrag: Habe soeben gelesen, daß die 154 MARS Rakentenwerfer für ehemals über 1 Milliarde Mark erst 1990 bis 1993 bei der Bundeswehr in Dienst gestellt wurden und dann im Dezember 2002 schon wieder ausgemustert wurden.

 

Da wurde bei der Bundeswehr demnach mehr Geld verbrannt als 2001 beim großen Börsen- Knall des neuen (Internet) Marktes an den Börsen dieser Welt, denn auch der Rest des Bundeswehr Equipments war bestimmt nicht "billig".

 

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