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Homepage   /  Magnetbandtechn.  /  Band-Kassetten  /  Video Kassetten  /  Die Bosch Lineplex
Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese RDE Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.




Die Bosch Lineplex von der Fernseh GmbH 1984




Bei den Fernseh-Profis waren die U-matic Recorder für den mobilen Einsatz eigentlich noch viel zu unhandlich, viel zu groß, und die Video8 und VHS-C Kassetten waren (für die Profis) qualitative Krücken, die man im Fernsehen nahezu nicht gebrauchen konnte. Selbst bei der tollen und teuren U-matic war bereits nach einem Mal Kopieren das Rauschen deutlich zu sehen, selbst für den normalen Fernsehzuschauer.

 

Also entwickelte man bei der Fese in Darmstadt ein analoges, für damalige Zeiten hypermodernes 1/4 Zoll "Quartercam" Video System mit einer 20 Minuten- Profi- Kassette in etwa in Video 8 Größe.

 

Doch hier erwischte die FESE (Bosch Fernseh) in Darmstadt das gleiche Schicksal wie so manch andere herausragende Entwicklung, es gelang der internationale Durchbruch nicht. Die Japaner kamen just zu diesem Zeitpunkt mit angeblich unfairen Kampfpreisen für ihr digitales Betacam auf den Weltmarkt und unterboten die analogen Quartercam Camcorder Preise so exorbitant, daß es sogar einem Blinden aufgefallen war.

 

Ob das alles stimmt oder ob die Fese den digitalen Zug der Zeit verschlafen hatte, es ist müßig das alles aufzuwärmen. Laut unbestätigter Aussagen ist die damalige Fese an diesem Quartercam Produkt gescheitert und beinahe Pleite gegangen.

 

Den Antidumping Prozess hat die Bosch Fernseh GmbH zwar später gewonnen, aber es war wie damals bei Microsoft und STAC, als Microsoft damals den Kommpressionscode (den Staccer) für DOS 6.1 geklaut hatte und Stac war trotz 120 Millionen Ausgleichzahlung später trotzdem pleite. Die FESE hatte es mühsam überlebt bzw. wurde wenig später an Philips verkauft.

 

Die Qualität der 1/4 Quartercam Technik war mit ausgesuchtenLaufwerken nachweislich deutlich besser als es das damalige analoge!! Betacam jemals war. Doch genutzt hatte es nichts. Übrigens hatten diese Quatercam Camcorder immense Problem mit der Laufwerksfunktion. Es war scheinbar doch nicht so ausgereift gewesen. Und heute nach 20 Jahren gehen sie überhaupt nicht mehr, es ist alles verharzt und klemmt und läßt sich auch nicht mehr reparieren.

 

 

Auch hier haben wir eine Lineplex Kassette sowie einen Quartercam Recorder zum Öffnen und Demonstrieren bekommen.

 


Der Vergleich mit Betacam SP

Wie oben beschrieben hatte Sony seine Betacam Camcorder mit "Gewalt" in den Markt gedrückt und handfeste Tatsachen geschaffen. Der Größen-Vergleich zeigt, daß die Bosch Fernseh Quartercam Lineplex Kassette ergeblich kleiner und handlicher war.

 

Und auf beide Kassetten ging jeweils 20 Minuten Video in hervorragender Studioqualität drauf. Manche Experten hatten gemessen, daß die Quartercam dazu doch noch um Einiges qualitativ besser gewesen sein soll.



Weitere Einblicke

Die Linplex ist eine der ganz wenigen Kassetten, bei der das Nutzlast Verhältnis, also die verfügbare Bandmenge im Verhältnis zu Gesamtgröße der Kassette, optimal in das Gehäuse der Kassette integriert worden war. Diese Kassette hatte, nein hätte alle Maßstäbe gesprengt und wir vermuten, die Japaner hatten das gesehen. Nur hatten die ihre Entwicklung schon fertig und wollten die mit aller Macht an die Spitze setzen, und das ging vor allem über den Preise.

 

 

Die Lineplex hatte auf der Aufwickelseite 2 Umlenkrollen (die roten Pfeile) und eine Andruckbremse in Form einer Folie, die das Band ganz leicht fest hielt. Auf der Abwickelseite waren es dann zwei feststehende Bolzen auch mit solch einer Bremse.

 

 

 

 

 

 

Die beiden Band-Wickel wurden mit diesen Federn auf die untere Halbschale gedrückt. Dort lag auch solch eine Gleitfolie drinnen, auf der sich die Band-Wickel gut drehen konnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Aufnahmezapfen in den Spulenlkörpern war für mobilen (Wackel-) Betrieb ausgelegt und beim Einlegen sauber zentriert.

 

 

 

 

 

Also zumindest die Konstrution der Kassette war feinste Sahne. Doch alles läuft nur im Zusammenspiel mit dem Recorder und dort haperte es schon ganz am Anfang. Die wenigen Quartercam Prototypen, die zu den Sendern gelangten, kamen recht schnell wieder zurückk, man solle sein Schularbeiten erst zuende machen.







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