Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .
. . . sind diese RDE Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.
Das Schallband, genannt das Tefifon oder auch Tefiphon M-540 und M-640
Tefiphon - eine Entwicklung der Gebrüder Steidinger.
Mitte der dreißiger Jahre erhält das Unternehmen den Auftrag, Prototypen für ein neues Schallspeichersystem mit zu entwickeln. Bereits ein paar Jahre zuvor hat Dr. Karl Daniel die schon existierende Idee eines Endlosbandes aufgegriffen und kombiniert sie nun mit der Gravur der Schallplattenschrift. Er benutzt dazu 35mm Normalfilm mit Perforation, der mit einer schneidfähigen Schicht zur Tonspeicherung versehen ist. Die auf dem Band nebeneinander angeordneten Rillen ergeben zusammen mit einer im Vergleich zur Platten minimierten Rillenauslenkung eine Spieldauer von mehreren Stunden!
Das endlose Kunststoffband, auf welchem die Schallrillen eingepresst sind, läuft dabei an einem feststehenden Tonabnehmersystem vorbei. Es handelt sich also um eine Kombination von „Tonband und Schallplatte''. Das Gerät hört auf den Namen Tefiphon (für Aufnahme und Wiedergabe) bzw. Teficord (nur Wiedergabe). In St. Georgen werden Prototypen dieser Geräte entworfen. Zur Abtastung des Schallbandes wird ein magnetischer Dual Tonabnehmer eingesetzt. Ab 1938 wird die Fertigung in das neue Werk der Gesellschaft in Porz verlegt.
Nach dem 2. Weltkrieg stellt die Tefi-Apparatebau Dr. Daniel KG im Jahr 1950 dann ihr "Tefifon" für den Heimgebrauch vor. Die Konstruktion wird vereinfacht: Das endlose Band befindet sich nun geschützt in einer Kassette und ermöglicht eine Spielzeit von ca. einer Stunde. Auch ein Kombigerät zur Abtastung von Schallplatten und Schallbändern ist im Programm. Später wird die Laufzeit durch größere Kassetten auf vier Stunden verlängert und Ende der fünfziger Jahre werden sogar Stereo-Schallbänder produziert. Das System verspricht zunächst erfolgreich zu werden. Doch Langspielplatte und Tonband entwickeln sich zur übermächtigen Konkurrenz. Anfang der sechziger Jahre verschwindet das Tefifon Schallband vom Markt. Heute spielen nur noch Sammler und Liebhaber mit diesen Geräten.
Es muß Weihnachten 1952 gewesen sein ??
Da wurde das M-540 beworben mit "Eingebauter Heimsender, UKW, 21 Kreise, 14 Röhrenfunktionen, Plastophonlautsprecher und 10 Klaviertasten und das alles für nur 598.- DM.
Das M-640 Abspielgerät (ohne Radio) wurde mit 74 ausgewählten Stücken auf 4 Stunden "Langspielband" beworben für nur 398.- DM.
Und beachten Sie, bis zu 20 Monaten Teilzahlung.
Na, war das nichts ?
Doch Achtung, 1950 waren 600.- Mark damals 3 Monatsgehälter, also nicht Monatslöhne, sondern die Gehälter von höher Verdienenden.
Es gab das "nur" Laufwerk oder ganze Radios und Musikschränke.
Hier ein paar Eindrücke, was es damals alles gab. Es folgen später auch noch Informationen, warum Dual diese Entwicklung dann verkauft hatte und nicht selbst vermarktet hatte.
Da gab es die Modelle KC-1 Ra Laufwerk, T-541, T-574 und die Truhe HS-19. das System war eine Zeit lang schon auf dem Erfolgsweg. Doch mit dem Aufkommen der Stereoschallplatte, also der 33er Langspielplatte, die 45er Singles waren noch lange danach nur Mono, da war die Perspektive einer proprietäen Entwicklung recht schnell weg.
Fahren Sie mal nach Lindenfels in den Odenwald oder nur bis nach Pfungstadt bei Darmstadt und betrachten Sie massenweise Tefifon Geräte, die alle noch gehen.










