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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Die DAT (Digital Audio Tape) Kassette 1987 von Sony

Die Firma Sony war eine ganze Zeit lang eine der innovativsten Firmen und brachte Innovation nach Innovation heraus, so auch die zukunftsweisende DAT Kassette. Es war eine Konzeption mit preiswerten Medien und einem Hightech Laufwerk. Die gesamte Intelligenz steckte in der A/D Umwandlung der analogen Töne in Bits und Bytes und Speicherung von digitalen Daten mittels Schrägspur- Aufzeichnung.

 

Und als DAT kam, war analog so gut wie endgültig zuende.

 

Wo lag der Vorteil ? Das Medium, die eigentliche Kassette, mußte keine besondere Beanspruchung vertragen und konnte relativ primitiv aufgebaut werden. Das 4mm breite Band lief im Betrieb langsam aus der Kassette in das Laufwerk um die Kopftrommel herum und dann wieder zurück. Alleine beim Zurück- oder Vor- Spulen kam Stress auf. Mehr über das DAT Laufwerk finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

Der Größenvergleich:

Auf dem rechten Bild ober Teil die Philips CC und unten darunter die Sony DAT Kassette im direkten Vergleich, jeweils offen zum Reinsehen.

 

 

 

 

 

 

Nach dem Mißerfolg von Elcaset jetzt wieder ein Hit

Sony wollte schon einmal dem Philips Welterfolg eins oben drauf setzen mit der vergrößerten Version der Philips CC als analoge Super- Edel- Kassette mit Namen ELCASET. Es hatte aber nicht (mehr) funktioniert. Die CD war inzwischen schon da und bald gab es beschreibbare CDs.

 

Die neue DAT Kassette mußte also erhebliche Vorteile gegenüber der weiter entwickelten CC sowie der CD haben. Dort hatte inzwischen Nakamichi (vor Sony) einen edelsten CC- Kassettenrecorder weit jenseits der Hifi Norm DIN 45500 herausgebracht. Die DAT Kassette mußte kleiner und besser werden, viel besser, aber ganz genauso problemlos in der Bedienung.

Für Digital Audio ok, für Higtech Data DDS zu wenig.

Die digitalen Entwicklungen überschnitten sich immer mehr in immer schnelleren Zeitfenstern. Und so war die DAT Kassette für ihr Entwicklungsstadium super und toll. Doch die Sony Techniker wollten oder sollten oder mußten mehr raus knautschen.

 

Nach ursprünglich 2 Gigabyte (ca. 2 Std. digitaler Musik) kam 4, dann 12 und dann 36 Gigabyte mit dieser Art von DAT Kassette, jetzt halt zu DDS umgetauft und umfunktioniert..

 

Doch diese DAT/DDS Technik hat ihre Schwächen und das ist die Kassette. Für die hohe Präzision war sie nicht konstruiert. Und so gibt es mit den hochgequälten DDS Laufwerken immer mehr Ärger, eigentlich vorprogrammierten Ärger wie mit den DLT 8000. Das kommt halt immer dann vor, wenn man die Physik überlisten will.

 

Das Band liegt auf einer Papp-Einlage oder Folie und die Bandwickel werden nur vom Laufwerk zentriert. Das bringt unkontrollierbare Reibung, mal mehr, mal weniger, je nach Temperatur und Ausdehnung der Kunststoffkassette.

 

Das Band wird dazu nur über feststehende runde Kunststoffbolzen aus dem Gehäusematerial geführt, nicht mal drehbar wie bei der Philips CC. Das ist sicherlich ausreichend gewesen für das DAT Ursystem, nicht jedoch für Hightech DDS.

 

Wenn die Kassette aus dem Laufwerk ausgefahren wurde, dann rasteten 2 Krallen in den hier orangenen Zackenkranz ein und sperrten so die Wickel vor dem Verdrehen. Eine gute Idee, doch in der harten Praxis im Auto z.B. war es unbrauchbar weil zu sensibel.

 

 

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