Der Magnetkopf.

Der Magnetkopf ist die sensibelste Einheit des Laufwerkes, obwohl er einfach und robust aufgebaut ist. An ihm "schleift und reibt" das Band vorbei, auch beim Rück- und Umspulen. Er wird auch noch mit einem Spindelantrieb rauf und runter gefahren. Wenn der Magetkopf älter wird, lagert sich immer mehr Staub als Staubkruste an den Rändern ab und er muß öfter gereinigt werden.
Die DLT-Reinigungsbänder sind unseres Erachtens Makulatur. Das ist grob gesagt Schmirgelpapier in aufgewickelter Form. Der Kopf wird dadurch nicht besser. Und die trockenen Staub- Ablagerungen des Band-Abriebes werden meist nur verschoben und nicht abgetragen und dann nach draußen mitgenommen.
Jetzt kommt die Erfahrung mit unseren guten alten Tonband- geräten aus der Edel-Hifi Ära zum Tragen. Vor 20 Jahren haben sich die Experten DINA4 Seiten lang gestritten, ob Alkohol oder Spirtus oder Whisky besonders gut zum Reinigen der damals sehr teuren Tonköpfe geeignet war, ohne das Kunstharz bzw. den Kleber aufzulösen, denn Kratzen darf man da nicht. Wir wollten ja vor allem den sauberen edlen Super-Hifi-Sound haben.
Aber Achtung, das ist nur etwas für den versierten EDV- oder Hifi- Techniker. Das DLT-Laufwerk muß ausgebaut werden und geöffnet werden. Mit einer Spiritus Flasche und mehreren "mehr oder minder harten" Reinigungs-Papier Blättern (andere nennen das Haushaltstücher) bewaffnet geht es an die Arbeit.
Diese Arbeit ist nicht mehr trivial. Das Weitere beschreiben wir auf einer anderen Seite. Wenn Sie das DLT-Laufwerk also "naß" reinigen, dann bitte auch gleich den Leader austauschen. Wenn man das Gerät sowieso offen vor sich hat, ist das auch kein Geheimnis mehr.
Natürlich machen wir so etwas auch und lassen vor allem danach das Laufwerk mit mindestens 4 Gigabyte (jeweils 4 Giga schreiben + lesen) probelaufen. Aber im Prinzip könnte das jeder mit etwas mechanischem Fingerspitzengefühl. |