Dann reicht diese Technik mit dem Ringkernmagnet und dem starren DLT-Kopf nicht mehr, dann muß etwas Neues her. Und da hat man sich noch mehr einfallen lassen.
Es gibt ja seit einigen Jahren die MR Technik. "Magneto Resitiv" heißt das und da braucht man zum Lesen keinen Magnetspalt mehr, es geht noch viel kleiner und noch viel empfindlicher als vorher. Eine Schichtung von Halbleitern und Metallen wird durch einen klitze kleinen Strom durchflossen und wenn ein Magnetfeld (das wäre z.B. ein beschriebenes Magnet-Band) draußen vorbei rauscht, ändert diese MR Schichtung ihren elektrischen Widerstand und das ergibt eine Stromänderung. Und die können wir erkennen, messen und auswerten.
Dieses MR Element ist jedoch schon so klein (GMR), daß es sogar im Schreib-Kopf untergebracht werden kann. Und es ist sehr sehr empfindlich. Also dünnere Magnet-Beschichtungen auf den Bändern mit schwächeren Schreibströmen ergeben dann immer noch lesbare Informationen. Bei den modernen Festplatten (ab 2003) ist durch diese GMR (Giant Magneto Resistive) Technik die Kapazität gigantisch gewachsen.
Damit wird der Kopf erheblich leichter, selbst wenn 4, 8 oder 16 Spuren gleichzeitig geschrieben werden (sollen). Den leichten DLT-Kopf kann man jetzt auch sehr geschickt der "wandernden" Magnetspur "folgen" lassen. Mit schnellen Spindel- oder Linear- Motoren wird der Kopf während der Bandbewegung in kleinsten Inkrementen gehoben oder gesenkt. Das Prinzip ist den Laserköpfen auf den Schlitten der CD- und DVD Laufwerke abgeschaut.
Dort "kann" ja die Scheibe auch eiern, nur die eiert mit 10.000 Umrehungen. Das ist verdammt viel an Bewegung, die dort zusammen kommt. Bei den Bandlaufwerken hat man das Problem, daß schon bei der Erkennung einer Abweichung das Band ja bereits "abgewichen" ist von der optimalen theoretischen Spurmitte.
Im Prinzip hat der Regelkreis ja schon versagt, denn er sollte ja gerade das verhindern. Also muß erstens extrem schnell geregelt und gesteuert werden und bitte schön vorausschauend oder man muß einen zweiten Kopf auf gleicher Höhe etwas weiter vorne haben, der schon mal die Lage erkundet und damit ca. "5mm Zeit" hat, den gesamten Kopf nachzuführen.