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 Sie sind hier : Homepage   /  DLT-Libraries  /  Overland  /  DLT-LXLS8110
Eine der jüngeren und vermutlich letzten DLT 8000er Libraries von Overland



Diese Library ist etwa aus 2003 und hat vor wenigen Wochen (Juli 2006) angefangen, immer öfter Fehler zu zeigen.

 

Unsere erste Vermutung waren überhitzte DLT Motoren im Laufwerk, die die Bänder zerreißen und so die Kassetten nicht mehr heraus lassen. Es war aber eine vorschnelle Fehlerdiagnose, denn beide Motoren laufen am Motorenprüfstand völlig ok, mit dem richtigen Strom, der richtigen Drehzahl und vor allem mit dem richtigen (niedrigen) Anlaufstrom bis zur ersten Drehbewegung.

 

Das ausgebaute DLT 8000 Laufwerk hat am Prüfsystem in einem Rutsch 36 Gigabyte geschrieben und gelesen und dabei sogar voll durchgestreamt (es waren ein Haufen MP3s von unserem Server).

 

Dann war es eine ganze Nacht einfach nur an (mit unseren mobilen Lüftern natürlich) und hat am nächsten Morgen klaglos weitere 1,4 GB geschrieben und gelesen. Also im Prinzip ist der Drive ok. Aber wo sollen wir suchen ?

 

Der Techniker, der das Gerät betreut, sprach von 43 Grad im Gerät bei 20 Grad im Serverraum. Und das paßt nicht ! Da ist doch der Wurm ganz woanders.

 

 

Also hatten wir gebeten, die Library mitzubringen und das Ganze mal insgesamt in Augenschein zu nehmen.

 


Diese Overland Konstruktion ist eine thermische Fehlkonstruktion.





Wie wir auf den 8000er Seiten und bei der Belüftung ausführlich beschrieben haben, braucht ein DLT 8000 und auch das 7000 Luft zum Leben. Es wird ansonsten glühend heiß und keiner weiß, wie lange es das aushält.

 

Die allermeisten Libraries (also die Hersteller) respektieren die Quantum Vorgaben für die minimale Belüftung und die maximale Innentemperatur.

 

Doch hier bei dem Nachfolgemodell der LXBS oder LXB (mit jeweils maximal 2 Laufwerken) ist gemurkst oder geschludert worden. Man hat einfach das Gehäuse der längeren älteren Konstruktion "abgesägt", natürlich nur sinnbildlich. Und schon wird es eng für die Luftansaug- Querschnitte.

 

 

Und der Luftstrom der hinten raus gesaugt wird, muß auf die einzelnen Bereiche aufgeteilt werden. Dabei ist die Loader Steuerung mit dem (PC-)Netzteil genauso wichtig wie das DLT 8000er Laufwerk.

 

 

Doch hier liegt der Haken. Der "Saugspalt" zum DLT Laufwerk ist dermaßen eng, das sind keine 5mm über die Laufwerksbreite und so kommt dann fast keine Luft durch das Laufwerk durch. Die anderen "Löcher" sind größer und demnach wird dort die Luft durch gesogen. Luft und Wasser gehen immer den einfachsten Weg, immer.

 

Eigentlich ist es beschämend, daß einem Loader- Spezialisten solche Flöpse zu Lasten des Kunden passieren. Wir haben von dem 8000er die "Luftbremse" im Grill entfernt und das große untere Abschirm- und Schutzblech des Laufwerks als solches entfernt, um der Luft ein bißchen mehr Fluß zu ermöglichen.

 

Dennoch ist das nur ein sogenannter Workaround. Die Library ist kürzer und leichter geworden, weil man ja jetzt S-DLT ready ist. Aber im Prinzip ist sie verschlimmbessert im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Schade.


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