Etwa 1984 entwickelten gleich zwei Firmen (IBM und DEC) unerkannt nebeneinander jeweils an einer verbesserten professionellen Daten-Kassette samt Laufwerk. Der Hunger nach Kapazität fing an und die 95 MB für die DEC TK50 Kassette und auch die 200 MB für die IBM 3840 reichte bald nicht mehr aus.
Jetzt war höchste Präzision gefordert, es ging 1994 schnell auf 128 Spuren zu, immer noch auf einem 12,6mm (1/2") Band. Bald waren es 224 Spuren (1997) und inzwischen sind es über 600 Spuren (2001) auf diesem 12,6mm Band.
Wurden anfänglich erst nur 1 Spur, dann 2 Spuren, dann sogar 4 Spuren gleichzeitig im Serpentinenverfahren beschrieben, so sind es inzwischen 8 oder sogar 12 Spuren, die in einem DLT- (oder LTO-) Kopfsystem senkrecht übereinander 12 einzelne Magnet-köpfchen mit 12 Magnetspalten erfordern.
Die Präzision der Mechanik war längst an ihrer Grenze angelangt, die geforderten Toleranzen fast nicht mehr zu fertigen, schon gar nicht in Stückzahlen und zu erschwinglichen Preisen.
Darum nahm man sich die moderne EDV Technik zu Hilfe, deren Daten und Programme man ja damit sichern sollte, und hob und senkte den Kopf in feinsten Schrittchen (also nahezu fließend), wenn das Band in der Höhe "aus dem Ruder" lief. Und dazu auch noch vorausschauend und nahezu verzögerungsfrei.
Damit waren jetzt (2005) ca. 500 Gigabyte auf das gleiche 12,6mm Band zu schreiben, sicher ein inzwischen anderes beschichtetes Bandmaterial, aber die Kassetten sind mechanisch nahezu gleich groß geblieben.
Damit waren (so scheint es) die mechanische Präzision und deren elektronisch / mechanische Korrektur weitgehend ausgereizt. Eine Zeit lang sah es so aus, als sei damit das das obere Ende der Fahnenstange erreicht.
Inzwischen in 2007 sind ganz neue Anforderungen hinzugekommen, denn die Filme werden nicht mehr "auf Film" gedreht, auch nicht mehr "auf Band", sondern sie werden auf riesigen Magnetplatten RAID Systemen abgespeichert.
Und beim Film kommen die 50 Bilder pro Sekunde ununterbrochen von der Kamera an. Und die Kamera kann man nicht anhalten, also muß das Plattensystem mehr annehmen können, als die schnellste Kamera liefert. Und dann muß gesichert werden, so mal ganz locker 20 Terabyte. Und das bitte schön in 1 Stunde, dann hat der Regisseur die nächsten Einstellungen fertig und es muß weiter gehen.
Jetzt ist die S-DLT Technik und die LTO Technik gefordert. Mehr darüber steht auf den www.usedlto.com Seiten.