Einen DLT Streamer / Library mieten ??

Macht das Sinn ?? Was muß der IT-Admin beachten, wenn er eine langfristig werthaltige Datensicherung machen soll ? | |

Es gibt eigentlich nur zwei ausschlaggebende Faktoren, an denen alles hängt :


Das DLT Band als stabiles Medium . . .

hat sich in seiner Kompatibilität und Langlebigkeit seit vielen Jahren bewährt. Das ist weltweit bei allen Fachleuten anerkannt. Das legendäre DEC TK50 hat es vorgemacht.
Das Kriterium Software ist weitaus schwieriger. Es stellt sich die Frage, mit welchem Computer / Rechner kann ich nach 5 Jahren die damalige Software Version betreiben und ein Bandlaufwerk der damaligen Generation anschließen und auslesen.

Vor 20 Jahren hatten wir noch solche Geräte . . .

Als wir von RDE vor zig Jahren (1985) unsere Daten von unserem damals zukunftsweisenden Molecular Z80 Multiprozessor Rechner auf ein Archive Scorpion 60 Megabyte QIC Band mit der CPM-Software Achive 2.xx gesichert hatten, hatten wir das Jahr 2005 wirklich nicht im Sinn.
Danach (1989) hatten wir sogar 50 bis 60 teure Scotch DC300XL Bänder auf unserer Turbodos 80186 Multiprozessor-Maschine mit dem exotischen MPM 86 EZBACKUP beschrieben.
Als wir dann Jahre später (1992) diese Daten mit einem 150 Megabyte Laufwerk unter DOS 3.3 nochmal lesen konnten, waren wir mehr verblüfft als glücklich.
Und als dann die 525MB Streamer-Laufwerke dieser Bauart die 60er Bänder nicht mehr lesen konnten, hatten wir schon keine Zeit mehr, zu forschen, ob da nichts mehr drauf war oder ob das Format nicht mehr kompatibel war.

Heute haben sich die Zeiten geändert

Zur Zeit betrachten wir das Sicherungsalter von etwa 3 Jahren für die Tagessicherung jedenfals für RDE als ausreichend. Die Monatssicherung hat etwa den gleichen Stellenwert. Erst die Quartalssicherung und die Jahressicherung hat höchsten Stellenwert, was die Verfügbarkeit in ferner Zukunft angeht (Lebensdauer ca 10 Jahre).
Absolute Priorität hat das schnellstmögliche Wiederherstellen des Servers nach einem Plattencrash oder einer anderen Zerstörung von Daten in einem Zeitraum von zwei Monaten. Was sich davor abgespielt hat, ist sicher interessant, die Differenz läßt sich selbst in kleineren Betrieben nicht mehr nachholen/nacharbeiten.
Aus dieser Sicht macht das Mieten z. B. eines Ersatz-Streamers für einen ausgefallenen Streamer ganz viel Sinn.

Achtung bitte: Wir beliefern und betreuen ausschließlich Geschäftskunden.

Zur Information über Technologie und Nebenwirkungen von Langzeit- Archivierungen empfehlen wir die Fachzeitschrift c´t aus dem Heise Verlag. In der Ausgabe Heft 24/2003 auf Seite 260 wird ein Buch vorgestellt, das sich mit den "Methoden zum Erhalt digitaler Dokumente" beschäftigt. Wir haben es nicht gelesen, der Kommentar ist jedoch vielversprechend.
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