Darum bot es sich an, vorerst die Technik der VS80/DLT1 Laufwerke zu studieren. Diese Laufwerke kommen bei uns inzwischen zu hauf defekt an und sind aus Preisgründen teilweise irreparabel. So haben wir uns mit den Schaltbildern der Chips vertraut gemacht und die Logik sorgsam nachvollzogen.
Mit der intakten Motorsteuerplatine aus einem defekten VS80 (weiter oben im Bild) und einem Pulswellen Modulator sowie einem robusten Netzteil, ein paar Schaltern und Reglern können wir die flachen VS80 Servomotoren im autarken, ausgebauten Zustand von Stop bis ganz schnell und in beide Richtungen steuern. Es ist verblüffend, wie sauber diese Motoren drehen. Bei den DLT2000 - DLT8000 Motoren ist noch ältere analoge Technik eingesetzt. Diese war zwar auch damals schon in kleinen integrierten Schaltungen verfügbar, funktionierte dennoch gänzlich anders als in den neueren VS80 Motoren.
Rechts oben im Bild sehen Sie die (große) Motorsteuerplatine des DLT 2000 Laufwerkes bis hoch zum 7000er. Dort fällt der große Leistungs-Chip (ganz rechts außen) auf, der von dem (ganz links oben auf der Platine) kleinen analogen 3Phasen Steuerchip angesteuert wird. Diese Technik wird von der CPU noch mit analogen Spannungen angesteuert und dennoch, es wird über den geschlossenen DC Regelkreis zusammen mit dem Signal des Tachogenerators eine perfekte Laufwerksfunktion erreicht.