Die verharzten (oder vertrockneten) Kugellager :
DLT Motoren, die sich von Hand nur schwer drehen lassen, erreichen am Prüfstand durchaus ihre maximale Drehzahl. Stellt man den Strom wieder ab, so ist diese Leichgängigkeit noch ca. 5 Minuten vorhanden. Danach sind sie wieder genauso schwergängig wie am Anfang. Die Erklärung ist einigermaßen einleuchtend. Beim Drehen wird in den beiden Kugellagern das (verbliebene) Fett geschmeidiger bzw. dünnflüssig und die Lager drehen wie neu. Kühlt das Kugellager wieder ab, verhärtet sich das Fett wieder und es geht recht schwer. Es sei denn, das Fett ist ausgelaufen oder gar verdampft.
Die elektrische "Motorbremse" :
Diesen erstaunlichen Effekt hatten wir bis dahin nicht nachweisen können. Der Rotor in dem DLT Motor läßt sich von Hand nur schwer drehen. (Es scheint Mehl im Kugellager zu sein.) Schließt man diesen Motor nun an den Prüfstand an, (Regler auf null) läßt sich der Rotor (von Hand) leicht wie Butter drehen. Zieht man den Prüfstand wieder ab oder schaltet den Strom aus, geht das Drehen wieder sehr schwer bzw. träge.
Also das kann nicht an den beiden Kugellagern liegen, ganz bestimmt nicht.
Wenn einer dieser beiden Fehler im DLT Laufwerk vor kommt, dann ergibt sich der fatale Effekt, daß der Aufwickelmotor (der mit der großen weißen Spule) das Band ruckartig aus der Kassette heraus reißt oder heraus rupft und damit geht die Elektronik sofort auf Störung.
Die Folge: Sie bekommen die Kassette nicht mehr aus dem Laufwerk raus.