Ein normales DLT Laufwerk wird von Hand bedient. Die Bandkassette wird meist mit Sichtkontakt eingeschoben und auch wieder entnommen. Es ist dabei unwichtig, ob eine optische oder akustische Meldung die Bandkassette anfordert bzw. frei gibt. Sie merken schon, wenn die Klappe nicht hoch geht.
Bei einer Library ist das anders, dort haben wir zwei getrennte Steuerprozessoren (Drive und Roboter) auf getrennten Boards. Diese müssen mit einander kommunizieren. Das bedeutet, der Roboter darf erst dann die halbwegs ausgeschobene Kassette in seinen mobilen Schlitten (den Picker) einziehen, wenn das DLT Laufwerk sein ok gegeben hat und danach weitere 3,5 Sekunden (Sicherheitsabstand) vergangen sind.
Auch darf der Roboter die aus dem Magazin in den Picker geladene Kassette erst dann in das Laufwerk hineindrücken, wenn dieses bereit zum Laden ist. Das alles ist vom "Timing" genau festgelegt, sonst gibt es Bruch. Und es sind tolerante Prozeduren fest geschrieben, damit es auch nach einer Million Ladevorgängen immer noch funktioniert.
Diese Perfektion hat die unübertroffene Vertrauensbasis der DLTs gebildet.
Wie das im Einzelnen geht, steht im "OEM Implementation Guide" von Quantum irgendwo ganz hinten. Wir haben diesen Guide (Führer) vom DLT-7000 und DLT-8000er Laufwerk auf unserem Server und es sind hunderte von Seiten.