Das Kopfrad mußte !! damals mit ca. 15.000 U/min drehen, um mit den vier Köpfen die "Daten- Transfer- Geschwindigkeit" für ein einzelnes Videobild mit ca. 5 MHz Bandbreite zu erreichen (es war ja noch alles schwarz/weiß).
Und bei dieser hohen Drehzahl hört jeglicher Spaß auf, wenn es um kleinste Unwuchten geht. Das könnte (die Radio-) Röhren aus der Fassung vibrieren, wichtige Schrauben regelrecht "abscheren" und Druckluft-Schläuche aufreißen lassen.
Es gibt außerdem viele Legenden um die mäßige Qualität der amerikanischen und der (später) japanischen Kugellager. Also berauschend waren die amerikanischen Lager nicht, denn sie liefen nicht wirklich "1000%" genau rund. Die Japaner gab es damals 1951 noch nicht und die Deutschen waren 1952 als ex Feind (bzw. besiegter Kriegsverlierer) noch außen vor bzw. verpöhnt.
Also wurde richtig massiv gebaut, bis zum bitteren Ende. Hier noch eine paar Bilder vom Chassis und den gewaltigen Dimensionen. Und wir haben hier nur die Trägertechnik des Scanners. Bilder von dem ganzen Teil finden Sie hier.
Die plan gefräste Oberfläche der Platte kann auch nicht gerade begeistern, denn glatt ist (für deutsche und japanische Werkzeugmacher) etwas Anderes. Es scheint aber auch so funktioniert zu haben.
Wenden wir uns dem Spindelmotor zu.