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Einblick in Tandberg´s SLR 60 Laufwerk.



Wie bei allen Herstellern auch, wird sich hier mit Lorbeeren geschmückt, die man fast nie erreicht. Das SLR 60 Laufwerk kann exakt 30 Gigabyte speichern, alles andere ist Marketing- Humbug.

 

Der SLR60-Kopf ähnelt sehr stark denen in den VS80/DLT1 Laufwerken. Auch dort wurde die Technik der MR Leseköpfe eingeführt und der eigentliche Magnet-Kopf wurde dramatisch kleiner.

 

Wir haben solch ein Laufwerk bekommen, es sei defekt und würde doch nicht mehr repariert. Der Datums Code spricht von 4403, also die KW 44 in 2003. Damit ist das Laufwerk noch erstaunlich jung.


Viel ungenutzer Raum ist verschwendet

Das Druckguß Chassis macht schon einen sehr ausgefuchsten Eindruck. Und sie haben darin 3 Motoren untergebracht, einen für den Bandantrieb, einen für die Kopfbewegung und einen zum Ein- und Ausfahren der Kassette.

 

Doch an den grundsätzlichen konstruktiven Gegebenheiten (der QIC Kassette) konnten oder wollten sie nichts ändern. Schauen Sie sich das Innenleben dieses SLR 60 Laufwerkes an.

 

Das Verhältnis von brutto Größe zur Spulengröße ist nicht glücklich oder einfach nur uneffizient. Dieses Konzept aus 1971 ist "austerapiert" (würde der Mediziner sagen) , das läßt sich fast nicht mehr verändern. Auch das 6,5mm Band ist gegenüber dem doppelt so breiten 1/2" S-DLT oder LTO im Nachteil.




An der Grenze der Machbarkeit.

Der Magnetkopf wird motorisch über eine lange Achse mit einem Spezial- Schnecken- Getriebe rauf und runter gefahren und das Band wird mit den beiden feststehenden Umlenkbolzen (ganz weit auseinander) geführt, so gut es halt geht.

 

Und es geht nicht genau genug. Das Band kann in einer Eigenbewegung rauf und runter wandern. Auch, wenn es nur wenige hundertstel Millimeter sind, es läuft aus der Spur und der Kopf muß vermutlich sehr oft in der Höhe nachgeführt werden.






Aus den Urzeiten von QIC übrig geblieben sind auch die beiden Löcher der Band-Ende Erkennung.


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