Sowohl die AEG wie auch die AEG-Tochter Telefunken hatte nach dem Krieg versucht, an die alte Größe der vergangenen Zeiten anzunüpfen. Laut vieler Berichte lagen das AEG/Telefunken Produktions- vermögen und auch die Liegenschaften überwiegend (70%) in den von den Russen besetzten Ost-Gebieten und so war nach dem Krieg im Westen fast nichts mehr übrig.
Mit diesen mageren Restbeständen gegen einen Konzern wie Siemens anzutreten, das war mutig. Und so brauchte man neben der gesamten Elektrotechnik und Hausgerätetechnik, den Radios und Fernsehern auch Tonbandgeräte. Grundig machte ja mit "Gewalt" (Marketing-Gewalt) vor, wie es gehen könnte.
Hätte man es lieber gelassen, es wäre besser gewesen. Die AEG-Telefunken Home (oder Consumer) Geräte hatten diverse Schwächen, vor allem aber das Design war eine katastrophale Bremse. Technisch waren sie den Grundigs ziemlich sicher überlegen, doch der Erfolg (der Grundigs) war bei AEG-Telefunken nicht da.