Die Motoren waren folgendermaßen gesteuert: sie trugen als Sonderausführung unter dem oberen Lagerschild eine kleine Bremstrommel, um die ein innen mit Filz belegtes Stahlband gelegt war. Dieses Stahlband war einseitig eingespannt und verschraubt. Am freien Ende trug es einen kleinen Steg, der zu einem Zugmagneten führte; In dem Augenblick, in dem eingeschaltet wurde, zogen alle Magnete an, lüfteten die Bremsen und gaben die Motore frei. Auch der Tonmotor wurde freigegeben und konnte hochlaufen, und im gleichen Moment fuhr auch die Gummirolle an. Beim Einschalten war das große Problem, daß der kurze Ruck, der dann entstand, wenn die Gummirolle gegen die Tonrolle gezogen wurde, oft schon genügte, daß das Band riß, weil es sehr empfindlich war.
Das ging alles schon ganz gut. Wir waren so weit, daß man mit dem Gerät schon richtig arbeiten konnte, wenn man nur den Trick kannte, das Band etwas straff zu halten. Wir waren eigentlich guter Zuversicht. In Treptow war ein Verstärkerkoffer gebaut worden, auch zum Laufwerk gab es einen hübschen, mit Kaliko schwarz bezogenen Koffer. Alles machte einen ordentlichen Eindruck. Außerdem gab es einen separaten Lautsprecher und ein Kammermikrofon, das in einem Sockel federnd eingebaut war. Es gab damals nichts anderes, obwohl es nicht ideal war für eine gute Übertragung, denn ein Kohlemikrofon rauscht ja immer. Und außerdem hatte die Kohle die Eigenschaft, sich durch Erschütterungen langsam zu setzen, so daß das Mikrofon immer unempfindlicher wurde. Man mußte es dann umdrehen und beklopfen, dann war wieder die alte Lautstärke da.