Ein Einblick in die DAT Innereien:

Das 4mm DDS/DAT-Band wird relativ langsam an einer sehr schnell drehenden Schrägspur Kopftrommel vorbei bewegt. Wie man sieht, steht die Trommel schräg zum Bandlauf und dreht sich wirklich sehr schnell. In dieser Tormmel sind zwei, vier oder mehr Magnetköpfe untergebracht.
Das DDS/DAT-Band ist ziemlich dünn und muß deshalb besonders sensibel geführt und gehandhabt werden. Größere Zugkräfte hält es nicht aus, denn dann überdehnt es sich und die Ränder werden ganz schnell wellig.
Dieses "Helical-" oder Schrägspur- Verfahren ist aus den gesamten Video-Recordern bekannt und war damals eine technologische Herausforderung, an der europäische Firmen wie Grundig und Philips in den 70ern fast gescheitert waren.
Der Knackpunkt:
Beim Video Recorder wird bei Lesefehlern ein einzelnes Bild so lange im Bildspeicher zwischen gespeichert und dann aus diesem Speicher nochmal und nochmal an den Betrachter geliefert, bis wieder ein dekodierbares (sichtbares) Bild ankommt. Man merkt es fast nicht. Das Auge läßt sich leicht täuschen. Beim Ton knackt es nur ein bißchen.
Das ist aber eine in der ernsthaften Datenverarbeitung völlig unbrauchbare (sogenannte Katastrophen-) Lösung. Man mußte also diese möglichen Systemfehler mit allen Tricks ausrotten. Und das ist wirklich nur mit Tricks und auch nur bedingt möglich.
Weiter unten sehen Sie, daß HP auch 6fach DDS/DAT-Wechsler baut. Wir haben 4 Stück davon, einen im Einsatz für unsere Webserver (wegen der gezielt niedrigen Daten Transfer Geschwindigkeit) und 3 in Reserve. Unsere totale Begeisterung dafür kann ich hier gar nicht richtig (verbal) zum Ausdruck bringen. Das Verhältnis 3 zu 1 spricht jedenfalls Bände. |