Brush entwickelte also ab ca. 1944 (im 2. Weltkrieg) ein Magnetbandgerät mit dem fachlichen Wissen des deutschen Herrn Begun mit Wissensstand von ca. 1934. Vermutlich war auch da das US Militär die treibende Kraft, da das mit den ganzen Stahldraht Recodern doch sehr "gewöhnungsbedürftig" war. Nach den Überlieferungen von Zeitzeugen war Samuel Begun sehr gesprächig und redegewandt, sicher auch im Englischen und so konnte er die Brushs und die (Military-) Kunden von seiner Vision eines Magnetband- Aufzeichnungs- Gerätes überzeugen.
Überliefert ist auch die Geheimnistuerei mit 3M, man brauche ein (Plastik-?) Klebeband ohne Kleber aber mit Magnetpulver drauf und das auf einer Spule. Brush baute solch ein Tonband-Gerät während des Krieges, konnte aber mit der ebenso bescheidenen Qualität genaus wie das ca. 10 Jahre ältere AEG Magnetophone K1 niemanden in den USA überzeugen. Von der HF Vormagnetisierung hatte damals in denUSA noch keiner oder keiner mehr eine Ahnung, obwohl es darüber sogar richtige fundierte amerikanische Patente gab.
Nach dem II. Weltkrieg lagen das Wissen und die Patente der Deutschen offen und Brush konnte voll loslegen mit dem "Papier-Tiger" Soundmirror BR 40. Über diesen Weg kam 1948 der junge Willi Studer in der Schweiz zu den Brush Bandgeräten. Die Magnetbandgeräte waren zwar schon vorher sein Traum, aber die 200 Stück in der Schweiz, die da natürlich nicht so liefen wie in den USA, gaben ihm den notwendigen Schubs, mal genauer nachzudenken. Die Willi Studer Story steht hier.
Aber da kommt noch einiges.